Liebe Missionsfreunde,
hier kommt wieder ein neuer Bericht von der Missionsreise aus Moldawien!

Nachdem unser Mitarbeiter Reinhard wohlbehütet in Deutschland
angekommen ist, um dort die restlichen Formalitäten zu erledigen und
möglichst einige noch unbedingt benötigte Hilfsgüter zu besorgen, geht
unsere Zeit in der Hauptstadt dem Ende zu.
Für heute stehen noch einige Vorbereitungen für Projektanträge an die
Osteuropahilfe der EKD auf der Tagesordung. Danach machen wir uns auf
den Weg nach Pelinia.
Gestern trafen wir mit den messianischen Juden der Hauptstadt zusammen.
Sie stehen in Kontakt mit etwa 500 Familien in Chisinau und noch etwa
300 Gläubigen, die im Land verstreut wohnen. Mit Unterstützung aus
Finnland haben sie im vergangenen Jahr ein großes Gemeindezentrum bauen
können. Sie sind reich im Glauben und in der Liebe, aber notleidend an
irdischen Gütern und besonders an medizinischer Versorgung. Wenn Gott
will, werden wir uns nach unserer Rückkehr an die "Christlichen Freunde
Israels" wenden und um Unterstützung bitten.
Am Nachmittag besuchten wir eine Schwester aus der Gemeinde mit einem
zu Herzen gehenden Schicksal: Sie pflegt seit sechs Jahren
hingebungsvoll und voller Liebe ihren gelähmten Mann, der nach einer
Hirnblutung gänzlich auf Hilfe angewiesen ist. Die 85 jährige
Schwiegermutter ist ebenfalls bettlägerig und pflegebedürftig. Es gibt
keine Toilette im Haus, einfachste Medizintechnik fehlt. Dabei ist
alles sauber und bei aller Einfachheit ordentlich und geflegt. Die
Rente ist so winzig, dass ohne die Armenspeisung und die Hilfe einer
Nichte, die ab und zu etwas Geld aus der Ukraine schickt, alle drei
Hunger leiden müssten. Staatliche Hilfe gibt es nicht - ohne ihren
Einsatz würden beide bald sterben.
Nun ist sie wohl in Folge der dauernden Überlastung seit gut einem
halben Jahr an einer aggresiven Form von Parkinson erkrankt und
brauchte dringend Medikamente oder das Geld dafür. Vielleicht findet
sich jemand, der hilft?